PPF Ratgeber
Montage

PPF auf Neuwagen, Gebrauchtwagen und Nachlackierungen

Warum die Vorgeschichte des Lacks für Verklebung und spätere Entfernung wichtig ist.

Auch ein Neuwagen wird geprüft

Eine neue Zulassung beweist keine makellose oder vollständig unreparierte Lackierung. Prüfen Sie das Fahrzeug bei gutem Licht und dokumentieren Sie vorhandene Spuren. Fragen Sie nach bekannten Transport- oder Aufbereitungsarbeiten.

Vereinbaren Sie vor der Folierung, welche Mängel behoben werden und welche sichtbar bleiben. Eine kurz zuvor aufgebrachte Versiegelung ist nicht automatisch eine passende Grundlage. Maßgeblich sind die Vorbereitungsanforderungen des Folienprodukts.

Den vorhandenen Zustand erhalten

Steinschläge, Kratzer, Korrosion und Reparaturen sollten getrennt betrachtet werden. Transparente Folie lässt vorhandene Defekte häufig weiter erkennen. Ein tragfähiger Lack kann trotz kosmetischer Spuren geschützt werden, wenn die Erwartung an die Optik klar ist.

Eine Lackkorrektur muss zum Zustand der Beschichtung passen. Viel Polieren ist kein automatisches Qualitätsmerkmal und sollte nicht pauschal Teil jeder Gebrauchtwagenfolierung sein. PPF kann eine Oberfläche bedecken, aber kein geschädigtes Lacksystem aufbauen.

Bei Nachlackierungen genauer abstimmen

Geben Sie an, welche Bauteile wann lackiert wurden. Ist die Vorgeschichte unbekannt, wird genau diese Unsicherheit dokumentiert. Soweit verfügbar, helfen Angaben des Lackierbetriebs zu Beschichtungssystem und Aushärtung.

Eine feste Wartezeit für jede Nachlackierung wäre unseriös. Material, Verarbeitung und Aushärtungsbedingungen unterscheiden sich. Eignung und Zeitpunkt sind mit Lacklieferant beziehungsweise Lackierbetrieb und Folierer abzustimmen.

Schlecht haftende Schichten können beim späteren Entfernen mit abgelöst werden. Eine grundsätzlich entfernbare Folie garantiert nicht die Haftung der darunterliegenden Reparaturlackierung.

Bei abblätterndem Lack oder Rost stoppen.

Erst den Untergrund beurteilen und gegebenenfalls instand setzen. Überkleben löst das Problem nicht.

Was im Montageprotokoll stehen sollte

  • Fotos des Lacks und vorhandener Beschädigungen.
  • Bekannte Reparaturen samt Datum; unbekannte Vorgeschichte offen benennen.
  • Produkt und folierte Bauteile.
  • Vereinbarte Vorbereitung und Korrektur.
  • Besprochene Einschränkungen bei Nachlackierungen.
  • Hinweise zur Kontrolle und späteren Entfernung.

Diese Informationen helfen auch einem anderen Betrieb, der Jahre später einen Abschnitt erneuert oder die Folie entfernt.